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Donnerstag, 29. Dezember 2016

Rezension und Buchverlosung: Todsünde von Tess Gerritsen


In einem Kloster wird eine junge Nonne ermordet und eine ältere Ordensschwester verletzt. Jane Rizzoli nimmt die Ermittlungen auf, unterstützt von Rechtsmedizinerin Maura Isles.

Der Fall ist alles andere als leicht zu lösen: Es gibt kein offensichtliches Motiv für den Mord und keinerlei Hinweise auf einen möglichen Täter. Als dann weitere Morde geschehen und ein Zusammenhang erkennbar wird, wird klar, dass Rizzoli und Isles einer ganz großen Sache auf der Spur sind.

Dank Tess Gerritsens flottem Schreibstil ist Todsünde ein wahrer Pageturner. Mit ihren sympathischen Protagonistinnen fiebert man immer wieder gerne mit. In diesem dritten Band der Serie geht es auch ein wenig ins Privatleben der beiden Ermittlerinnen - normalerweise mag ich das nicht so sehr, aber hier finde ich, dass es gut zur Story passt.

Insgesamt ist der Plot von Todsünde sehr konstruiert, dies jedoch ohne unglaubwürdig oder gar unlogisch zu werden. Wer auf Verschwörungstheorien steht, wird an Todsünde seine helle Freude haben.


BUCHVERLOSUNG

Ich verlose ein Exemplar des Taschenbuches von Todsünde. Alle, die sich ab heute (31. Dezember 2016) bis zum 15. Januar 2017 (23.59 Uhr) für meinen Newsletter anmelden, nehmen an der Verlosung teil.

Hier geht's zur Anmeldung: KLICK

Du hast dich schon längst für meinen Newsletter eingetragen, willst aber trotzdem mitmachen? Dann sende bitte eine E-Mail mit dem Betreff „Verlosung: Todsünde“ an [poriomaniacs AT 2diefor DOT com]


Das Kleingedruckte: 
Natürlich ist bei dieser Verlosung der Rechtsweg ausgeschlossen und der Gewinn kann nicht bar ausgezahlt werden. Der Gewinner wird am 16. Januar 2017 ausgelost und per E-Mail benachrichtigt. Das Buch wird nach Mitteilung der Adresse des Gewinners per Post versandt. Mit der Teilnahme wird mein E-Mail-Newsletter abonniert, der aber nicht allzu häufig (zurzeit vierteljährlich) erscheint und über Neuerscheinungen, Gewinnspiele und ähnliches informiert. Natürlich kann der Newsletter jederzeit abbestellt werden. Die für das Gewinnspiel gemachten Angaben (Name und E-Mail-Adresse) werden nur für das Gewinnspiel und die Newsletter-Zusendung verwendet.

Montag, 3. Oktober 2016

Gekaufte Montagsfrage

Da dachte ich schon, heute gibt es wegen Feiertag keine Montagsfrage, da kam sie dann doch noch. Buchfresserchen will heute wissen:

Bist du eher ein geduldiger Schnäppchen-/Mängelexemplarjäger oder Neu-Käufer?

Ganz ehrlich: Ich kaufe verhältnismäßig wenig Bücher! Überwiegend leihe ich meine Lektüre in der Stadtbücherei aus oder ich finde sie ... z. B. per BookCrossing oder in meinem heißgeliebten offenen Bücherschrank.

Die meisten Bücher, die ich in letzter Zeit gekauft habe, waren eBooks, da stellt sich die Frage nach "Mängelexemplar" nicht.

Ansonsten gilt natürlich: Wenn ich ein neu erschienenes Buch unbedingt jetzt und sofort haben muss, dann kaufe ich es neu und suche nicht lange bei eBay, Amazon Marketplace oder Booklooker herum.

Wenn ich ein Buch kaufen will, das mir nicht so wichtig ist (z. B. zu Recherchezwecken), dann kommen die soeben genannten Websites zum Einsatz.

Wie sieht es bei euch aus? Kauf ihre alle eure Bücher als Neuware im Buchhandel oder online, seid ihr reine Schnäppchenjäger oder eine Mischung aus beidem?

Montag, 19. September 2016

Antagonistische Montagsfrage



Buchfresserchens heutige Montagsfrage 

Gibt es Antagonisten, die ihr mehr mögt als Protagonisten bestimmter Bücher/Reihen und falls ja, was ist der Grund dafür?

kann ich sehr schnell beantworten:

Nein, das ist mir noch nicht passiert. Zumindest nicht, soweit ich mich erinnern kann.

Allerdings kann ich trotzdem beantworten, wann ich einen Antagonisten dem Protagonisten vorziehen würde: Wenn der Protagonist ein langweiliger Superheld, der alles richtig macht und alles weiß und alles kann wäre, der Antagonist hingegen interessant mit Stärken UND Schwächen dargestellt wäre.

Kurz gesagt: Wenn der Antagonist ein glaubhafter, dreidimensionaler Charakter und der Protagonist nur ein Null-Acht-Fünfzehn-Held wäre, dann würde ich den Antagonisten auf jeden Fall lieber mögen.

Wie sieht es bei euch aus? Gab es das schon mal, dass ihr bei einem Buch den "Bösen" sympathischer fandet als den "Guten"?

Donnerstag, 15. September 2016

Lieblingsbuchläden: Daunt Books Marylebone


Über diesen Buchladen hatte ich schon vor Jahren in einem Reiseführer gelesen. Seitdem stand Daunt Books Marylebone auf meiner To-Do-Liste.

Jetzt endlich hat es mit einem Besuch geklappt, denn meine Freundin Jenny wollte im nahegelegenen Fischer’s essen gehen. Als wir das Restaurant verließen, regnete es, was lag also näher als ein ausgedehnter Besuch bei Daunt?



Gekauft habe ich zwar nichts, mich aber gründlich umgesehen und natürlich zahlreiche Fotos gemacht.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Reiseliteratur aller Art: von Reise- und Sprachführern und Karten bis hin zu großformatigen Prachtbildbänden.



Aber auch Kinderbücher und Geschenkartikel werden angeboten. Und natürlich ist auch das Angebot an Belletristik umfangreich.
Dazu kommt dann auch noch, dass der Laden einfach nur wunderschön ist mit seinen bunten Glasfenstern und der Galerie.

Statt zu Madame Tussauds (da sind auch die Warteschlangen viel zu lang) also lieber zu Daunt Books in der Marylebone High Street.

https://www.dauntbooks.co.uk/marylebone/

Montag, 12. September 2016

Montagsfrage mit Höhepunkt

Nach zwei Wochen Abwesenheit habe ich heute endlich wieder Zeit, die Montagsfrage von Buchfresserchen zu beantworten, die da diese Woche lautet:

Was muss ein Buch haben, um für dich als Lese-Highlight zu gelten?

Vieles. Es darf mich keine Sekunde langweilen, die Story und der Schreibstil müssen mir gefallen. Alles in der Geschichte muss in sich schlüssig sein und sollte nicht zu weit an den Haaren herbeigezogen sein (bzw. sollte so geschrieben sein, dass meine "dispension of disbelief" funktioniert). Auch die Motivation aller Figuren sollte jederzeit nachvollziehbar sein. Dazu dann noch gute Dialoge, die sich flüssig lesen lassen und nicht gespreizt oder unnatürlich wirken.

Wenn das Buch dann auch noch originell ist ... wandert es in eines meiner Bücherregale und wird nie wieder hergegeben.

Wie sieht es bei euch aus? Was sind die wichtigsten Punkte, die ein Buch für euch zu einem echten Highlight machen?

Donnerstag, 8. September 2016

Rezension und Buchverlosung: Meine Seele so kalt von Clare Mackintosh


Ein Fünfjähriger wird überfahren, er stirbt noch am Unfallort in den Armen der verzweifelten Mutter, der Fahrer des Wagens begeht Fahrerflucht.

Eine junge Frau zieht in ein abgeschiedenes Cottage an der Küste, um den Dämonen ihrer Vergangenheit zu entkommen.

Zwei Polizisten geben die Suche nach dem Todesfahrer nicht auf, selbst nach über einem Jahr suchen sie noch nach neuen Hinweisen - und werden schließlich fündig.

Doch in Clare Mackintoshs Meine Seele so kalt ist nichts wie es scheint … Bis alle Handlungsstränge entwirrt und der Fall restlos aufgeklärt ist, gibt es etliche nicht vorhersehbare Wendungen. Dabei ist dieser Debütthriller logisch konstruiert und in jeder Hinsicht in sich schlüssig.

Auch die Charaktere und ihre Motivation sind glaubwürdig und gut ausgearbeitet, sodass sie einen garantiert nicht kalt lassen.
I Let You Go (so der Originaltitel) wurde vor Kurzem mit dem Theakston Crime Award als bester Krimi des Jahres ausgezeichnet. Dabei waren unter den Mitbewerbern immerhin so illustre Namen wie Robert Galbraith und Mark Billingham.

Für mich ganz persönlich war Meine Seele so kalt mein Lesehighlight der vergangenen Monate. Vor wenigen Wochen erschien Clare Mackintoshs zweiter Thriller auf Englisch - I See You steht schon ganz oben auf meiner Wunschliste!

BUCHVERLOSUNG

Ich verlose ein Exemplar des Taschenbuches von Meine Seele so kalt. Alle, die sich ab heute (08. September 2016) bis zum 05. Oktober 2016 (Mitternacht) für meinen Newsletter anmelden, nehmen an der Verlosung teil.

Hier geht's zur Anmeldung: KLICK

Du hast dich schon längst für meinen Newsletter eingetragen, willst aber trotzdem mitmachen? Dann sende bitte eine E-Mail mit dem Betreff „Verlosung: Meine Seele so kalt“ an [poriomaniacs AT 2diefor DOT com]


Das Kleingedruckte: 
Natürlich ist bei dieser Verlosung der Rechtsweg ausgeschlossen und der Gewinn kann nicht bar ausgezahlt werden. Der Gewinner wird am 06. Oktober 2016 ausgelost und per E-Mail benachrichtigt. Das Buch wird nach Mitteilung der Adresse des Gewinners per Post versandt. Mit der Teilnahme wird mein E-Mail-Newsletter abonniert, der aber nicht allzu häufig (zurzeit vierteljährlich) erscheint und über Neuerscheinungen, Gewinnspiele und ähnliches informiert. Natürlich kann der Newsletter jederzeit abbestellt werden. Die für das Gewinnspiel gemachten Angaben (Name und E-Mail-Adresse) werden nur für das Gewinnspiel und die Newsletter-Zusendung verwendet.

Montag, 22. August 2016

Offene Montagsfrage

Die dieswöchige Montagsfrage von Buchfresserchen kann ich sehr schnell beantworten:

Wie kommst du mit einem offenen Ende oder einem Cliffhanger klar?

Ich kann mich ganz ehrlich gar nicht daran erinnern, dass ich schon einmal ein Buch gelesen habe, das mit einem Cliffhanger endete.

Aber ich denke, wenn das nächste Buch in der Serie bereits erschienen ist, sodass ich sofort weiterlesen kann, wäre es okay. Es müsste natürlich ein WIRKLICH gutes Buch sein, sodass ich die Serie auch weiterlesen möchte.

In allen anderen Fällen wäre ich "not amused".

Wie geht es euch mit Cliffhangern? Wollt ihr klare, eindeutige Enden, bei denen alle Handlungsfäden ordentlich aufgelöst werden?

Montag, 15. August 2016

Enttäuschende Montagsfrage

Irgendwie bilde ich mir ein, dass es schon mal eine ähnliche Montagsfrage gab:

Welches Buch hat dich zuletzt richtig enttäuscht und warum?

Das liegt daran, dass ich mir ziemlich sicher bin, dass ich hier vor nicht allzu langer Zeit über Val McDermids Der Verrat hergefallen bin.

Das will ich jetzt nicht wieder tun, obwohl für mich "Enttäuschung" mit nicht erfüllten Erwartungen verbunden ist und Erwartungen hatte ich an das Buch, das mein letzter Totalflop war, nicht. Das liegt daran, dass ich bereits ein anderes Werk des betreffenden Autors gelesen hatte, das mir auch nicht gefiel. Aber ich dachte: zweite Chance und so ...

Das Buch, um das es geht, ist Und morgen du von Stefan Ahnhem. Die Idee ist eigentlich richtig gut: Nach und nach werden ehemalige Klassenkameraden ermordet und der Protagonist war auch in dieser Klasse.

Leider fand ich den Schreibstil holprig, die Erzählweise langatmig und den Twist am Schluss (der eigentlich echt gut gewesen wäre) hat der Autor leider so dermaßen deutlich angekündigt, dass er keine Überraschung mehr war.

Normalerweise lese ich ein Buch dieser Länge in 3-4 Tagen, mit Und morgen du habe ich mich über zwei Wochen rumgequält. Und ich habe es auch nur ganz gelesen, weil es ein Rezi-Exemplar war.

Mein zweites und letztes Buch des Autoren.

Wie sieht's bei euch aus? Welches Buch war für euch ein Totalreinfall?

Montag, 8. August 2016

Nostalgische Montagsfrage



Einen Blick in die Vergangenheit gibt es bei der dieswöchigen Montagsfrage von Buchfresserchen:

Ein Blick zurück - wie bist du zum Bücherwurm geworden?

Richtig erinnern kann ich mich daran nicht … Ganz, ganz vage weiß ich noch, dass meine Mutter für mich Wo die wilden Kerle wohnen aus der Bücherei ausgeliehen hat. Meinen ersten Leihausweis hatte ich nämlich schon mit zwei Jahren, aber da habe ich natürlich noch vorlesen lassen.

Was ich aber noch ganz genau weiß, ist, dass ich extrem scharf darauf war, so schnell wie möglich lesen zu lernen, als ich in die Schule kam! In dem Jahr bekam ich von einer Tante ein Buch zu Weihnachten, das ich mir dann in den Weihnachtsferien mühsam zusammenbuchstabierte. Das war ca. drei Monate nach Grundschulbeginn das erste Buch, das ich selbst gelesen habe. Darauf war ich damals mächtig stolz! Eigentlich schade, dass ich das fragliche Buch nicht mehr besitze.

Meine erste ganz große Leseleidenschaft, an die ich mich erinnere, hatte ich dann ab sieben: Die Bücher von Enid Blyton! Nicht so sehr die ganzen Internatsromane (die habe ich zwar auch gelesen, aber die haben mich nicht so sehr begeistert), sondern die Krimis! Das war dann wohl prägend …

Und wie sieht euer Leser-Lebenslauf so aus?

Sonntag, 7. August 2016

Verlosung: Flammenmund


Diesen Monat gibt es nicht die übliche Rezension plus Buchverlosung, diesen Monat verlose ich meinen eigenen, soeben erschienenen Thriller Flammenmund.

Eine Leseprobe findet ihr hier.

Wenn ihr eines von 5 Taschenbüchern gewinnen wollt, tragt euch einfach bis zum 31. August 2016 (Mitternacht) für meinen Newsletter ein und ihr nehmt an der Verlosung teil.

Hier geht's zur Anmeldung: KLICK

Ihr habt euch schon längst für meinen Newsletter angemeldet, wollt aber trotzdem mitmachen? Dann sendet bitte eine E-Mail mit dem Betreff „Verlosung: Flammenmund“ an [poriomaniacs AT 2diefor DOT com]

Das Kleingedruckte: 
Natürlich ist bei dieser Verlosung der Rechtsweg ausgeschlossen und der Gewinn kann nicht bar ausgezahlt werden. Der Gewinner wird am 01. September 2016 ausgelost und per E-Mail benachrichtigt. Das Buch wird nach Mitteilung der Adresse des Gewinners per Post versandt. Mit der Teilnahme wird mein E-Mail-Newsletter abonniert, der aber nicht allzu häufig (zurzeit vierteljährlich) erscheint und über Neuerscheinungen, Gewinnspiele und ähnliches informiert. Natürlich kann der Newsletter jederzeit abbestellt werden. Die für das Gewinnspiel gemachten Angaben (Name und E-Mail-Adresse) werden nur für das Gewinnspiel und die Newsletter-Zusendung verwendet.


Montag, 1. August 2016

Montagsfrage im Urlaub


Heute beantworte ich die Montagsfrage von Buchfresserchen mal nach dem Motto "Ein Bild sagt mehr als Tausend Worte".

Welche Bücher dürften in eurem Koffer nicht fehlen, wenn ihr jetzt in Urlaub fahren würdet?

Ich packe nämlich tatsächlich gerade für einen Kurzurlaub ... Hm, wo mag's wohl hingehen?


Natürlich fährt auch mein Kindle mit, für alle Fälle.

Wie sieht's bei euch aus? Welche Bücher würden aktuell in euren Koffer wandern?

Sonntag, 31. Juli 2016

Leseprobe Flammenmund




13. Juli 1998

Theresa zog die Schultern hoch. Die Hände hatte sie tief in den Taschen ihres leichten Trenchcoats vergraben. Es war zwar Juli und die letzten Tage waren sommerlich heiß gewesen, doch so früh am Morgen war es noch recht kühl.
Sie beschleunigte ihre Schritte und heftete den Blick auf das Steinpflaster. Ihre Absätze klapperten schrecklich laut, wie ein Echo wurden ihre Schritte von den Hauswänden, die die schmale Gasse säumten, zurückgeworfen. Oder kam es ihr nur so vor, weil die Stadt noch schlief?
Was er nur von ihr wollte so früh am Morgen? Es musste wichtig sein, sonst hätte er ihr nicht morgens um fünf schon eine Nachricht geschickt. Und seine SMS hatte dringend geklungen. So dringend, dass sie sich kaum Zeit genommen hatte, seine Nachricht zu beantworten. Sie hatte nur rasch getippt, dass sie kommen würde, dann den Mantel über ihr Kostüm geworfen und sich sofort auf den Weg gemacht. Nicht einmal richtig abgeschminkt hatte sie sich.
Sie warf einen raschen Blick auf das Display ihres Handys. Auf ihre SMS hatte er immer noch nicht geantwortet. Aber wahrscheinlich reichte ihm das Wissen, dass sie unterwegs zu ihm war. Und das, was er ihr zu sagen hatte, wollte er persönlich, von Angesicht zu Angesicht, besprechen.
Aber warum wollte er sich ausgerechnet am Schloss mit ihr treffen? Und warum tat er so geheimnisvoll? Ihre Schritte wurden langsamer, sie blieb stehen, als ein Gedanke sie mit unvermittelter Wucht traf. Hatte etwa seine Frau …?
Sie wischte den Gedanken fort. Es hatte keinen Sinn zu grübeln, in wenigen Minuten würde sie ihn sehen, dann würde sich alles klären.
Flüchtig fuhr sie mit einer Hand über ihren Bauch. Noch konnte man nichts sehen, doch sie konnte es fühlen. Hatte es vom ersten Tag an gefühlt. Bald würde nichts mehr sein wie zuvor.
Sie lief weiter, fiel wieder in einen gleichmäßigen Rhythmus. Die leichte Steigung der Gasse ließ sie ein wenig schneller atmen. Sie wusste, bis sie das Schloss erreicht hatte, würde sie vollkommen außer Atem sein.
Was war das für ein Geräusch? Wieder blieb sie stehen, drehte sich um und sah den Weg zurück, den sie gekommen war. Die Gasse war menschenleer, so früh am Montagmorgen war hier niemand unterwegs. Nicht einmal eine Katze. Alle Fensterläden waren geschlossen, was der Straße etwas Verlassenes gab. Trotzdem hatte sie das Gefühl, sie sei nicht mehr allein.
Einer der ersten Sonnenstrahlen des frühen Morgens stahl sich in die schmale Gasse. Sie lächelte. Heute würde wieder ein wunderschöner Tag werden.
Sie setzte ihren Weg fort. Doch schon nach wenigen Metern blieb sie erneut stehen. Da waren doch eindeutig Schritte hinter ihr zu hören. Schnelle, leichtfüßige Schritte. Wer mochte so früh schon unterwegs sein? Vielleicht war er es ja? Vielleicht wartete er noch gar nicht am Schloss auf sie, sondern war auch erst auf dem Weg dorthin?
Sie blickte über die Schulter zurück, ein erwartungsvolles Lächeln auf den Lippen. Und erstarrte.
In der Mitte der eben noch leeren Gasse stand eine Gestalt in einem langen schwarzen Umhang. Eine Kapuze verdeckte Haare und Gesicht.
Theresas Augen weiteten sich vor Entsetzen.
Die Gestalt hatte die Arme erhoben. Spannte den Bogen, den sie hielt.
Silbern blitzte ein Sonnenstrahl auf der Pfeilspitze.
Theresa keuchte, war für eine Sekunde starr vor Schreck. In ihren Ohren rauschte es, vor ihren Augen tanzten schwarze Flecke.
Dann wirbelte sie auf dem Absatz herum und begann zu rennen. Rannte, so schnell sie konnte.
Sie konnte nicht hören, wie der Pfeil abgeschossen wurde, das Geräusch ihrer Schritte, ihr rasselnder Atem und das Wummern ihres Herzschlags übertönten alles.
Der Pfeil traf sie in den Rücken. Die Wucht des Einschlags schleuderte Theresas Körper nach vorne. Sie sah das Straßenpflaster auf sich zurasen, doch dann wurde alles schwarz.
Theresa war tot, noch bevor sie mit voller Wucht auf das Pflaster schlug.

Oscar lachte. Sie ließ den Bogen sinken und hob eine Hand an die Stirn, um ihre Augen gegen die Sommersonne abzuschirmen.
»Immerhin habe ich die Zielscheibe getroffen!«, rief sie.
»Das war doch gar nicht schlecht«, sagte Ewa. Sie saß schräg hinter Oscar auf einer Holzbank und hielt ihren eigenen Bogen auf den Knien.
»Auch ein blindes Huhn und so weiter«, flachste Oscar und lachte wieder ihr ansteckendes Lachen.
Ewa stimmte ein und stand auf. Sie nahm Schusshaltung ein und zielte auf die am weitesten entfernte Zielscheibe.
Oscar und Ewa waren WG-Genossinnen. Beide studierten im Unistädtchen Tübingen, Oscar Geschichte und Ewa Philosophie. Oscar war erst Anfang des Jahres von Berlin ins Schwäbische gezogen und da sie in Tübingen anfangs niemanden kannte, hatte sie begeistert zugesagt, als Ewa sie gefragt hatte, ob sie nicht mit ihr gemeinsam Bogenschießen trainieren wollte.
Ewa schoss bereits seit einigen Jahren und hatte Oscar die ersten Lektionen erteilt. So oft es die Zeit zuließ, trainierten sie gemeinsam auf dem malerischen Schießplatz im Hasengraben hinter Schloss Hohentübingen.
Hoch ragten die grauen, efeuberankten Mauern des Schlosses empor und umschlossen die Rasenfläche des Bogenschießgeländes. In verschiedenen Entfernungen waren bunte Ziele aufgestellt, die an großen Strohballen befestigt waren.
Normalerweise war der Schießplatz gut besucht, doch so früh am Morgen hatten Oscar und Ewa den Platz ganz für sich alleine.
Das war Ewa mehr als recht, denn so konnte sie sich voll und ganz auf das Training konzentrieren. In zwei Wochen würden die Unimeisterschaften stattfinden und die ehrgeizige Ewa rechnete sich durchaus Siegchancen aus. Doch um dieses Ziel zu erreichen, musste sie fleißig sein und stundenlang trainieren.
Oscar hingegen schoss nur aus Spaß und zum Zeitvertreib. Zu den Meisterschaften hatte sie sich zwar auch angemeldet, aber bei ihr zählte mehr der olympische Gedanke, dass dabei sein alles sei. »Und irgendjemand muss ja auch Letzter werden«, hatte sie gescherzt, als sie ihr Anmeldeformular ausfüllte.
»Du bist zu zaghaft. Du zögerst immer den Bruchteil einer Sekunde, bevor du den Pfeil abschießt. Das kostet dich. Das muss alles eine fließende Bewegung sein.«
»Und du denkst, das ist mein einziges Problem?«
»Nein, du musst auch mehr trainieren. Wenn du vor den Unimeisterschaften jeden Morgen ...«
Oscar unterbrach Ewa. »Bei dem Turnier gewinn ich nicht mal einen Blumentopf! Ganz egal, wie viele Stunden ich vorher noch trainiere.«
»Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied«, verkündete Ewa und schoss.
»Dann liegt mein Glück sicher nicht im Bogenschießen«, meinte Oscar, während ihre Augen der Flugbahn von Ewas Pfeil folgten.
Zitternd blieb der Pfeil in der Zielscheibe stecken. Mitten im Schwarzen.
»Dein Glück hingegen schon«, sagte Oscar und lächelte.
Ewa drehte sich zu ihr um und lächelte ebenfalls.
In der Ferne ertönten Glockenschläge, Oscar sah auf ihre Armbanduhr.
»Ich muss los, ich wollte noch was frühstücken vor der Vorlesung.«
»Ich bleibe noch ein bisschen«, entgegnete Ewa und schickte sich an, ihren Pfeil zu holen.
»Wir sehen uns nachher in der Unibib. Vergiss bitte nicht, meinen Laptop mitzubringen, den brauch ich unbedingt«, rief Oscar ihrer Freundin hinterher.
Ewa hob die Hand zum Zeichen, dass sie verstanden hatte.

Vor sich hinsummend stapfte Oscar den Kapitänsweg hinab. Dabei bewunderte sie den Blick auf die Dächer der Stadt und die historischen Schnarrenbergkliniken zu ihrer Linken. Sie konnte sich einfach nicht sattsehen an diesem malerischen Anblick.
Oscar studierte nicht von ungefähr Geschichte, Geschichte war ihre große Leidenschaft. Aber nicht nur längst vergangene Zeiten hatten es ihr angetan – sie hatte sich auf Mediävistik spezialisiert -, auch die jüngere Vergangenheit interessierte sie sehr. Und da ganz besonders die 1970er Jahre. Die Mode, die Musik, das Lebensgefühl. Und so kam es, dass Susanne Bergmann, die wegen ihrer Verehrung für Oscar Wilde von all ihren Freunden nur Oscar genannt wurde, an diesem strahlend schönen Sommermorgen gut gelaunt keinen aktuellen Charthit, sondern Seasons in the Sun von Terry Jacks summte. Ein Song, der zwei Jahre vor Oscars Geburt veröffentlicht worden war.
Sie erreichte die Haaggasse. Bevor sie sich zur Uni begab, wollte sie noch bei Jacques Le Back in der Kornhausstraße etwas zu essen kaufen, um sich für die Vorlesung bei Prof. Dr. Walker zu stärken.
Als sie in das Hasengäßle einbiegen wollte, blieb sie abrupt stehen. Die schmale Gasse war voller Leute, an ein Durchkommen war nicht zu denken.
Oscar wollte sich schon abwenden und sich einen anderen Weg durch das Altstadtlabyrinth von Tübingen suchen, da fiel ihr das Blaulicht auf.
Jetzt sah sie, dass am Ende der Gasse ein Krankenwagen parkte. Auch zwei Polizeiwagen standen mit flackerndem Blaulicht daneben.
Vor den Wagen befand sich eine freie Stelle, die mit rot-weißem Plastikband abgesperrt war. Hinter dem Absperrband drängten sich zahlreiche Schaulustige.
Unschlüssig trat Oscar einen Schritt vor und rempelte dabei eine ältere Dame an, die sich abrupt rückwärts bewegt hatte.
»Da ist wer ermordet worden«, teilte die Frau ungefragt mit und richtete ihre ganze Aufmerksamkeit wieder nach vorne.
»Ermordet?«, echote Oscar mit schwacher Stimme. Sie bekam weiche Knie und musste sich an einer Hauswand abstützen.
Ein Mord? Hier im beschaulichen Tübingen?
Einer der Hauptgründe, dass Oscar sich um einen Studienplatz in der schwäbischen Universitätsstadt beworben hatte, war gewesen, dass sie sich in Berlin einfach nicht mehr wohlgefühlt hatte. Sie hatte sich gewünscht, die Großstadt mit all ihrem Trubel und Schmutz hinter sich zu lassen. In Berlin brausten ständig Polizei-, Feuerwehr- und Krankenwagen mit heulender Sirene an einem vorbei. Dort gehörte das zum Alltag und wurde kaum noch beachtet.
In Tübingen hingegen war alles sauber, adrett und ruhig. Oscar hatte sich hier auf Anhieb wohlgefühlt. Tübingen entsprach ihrem Naturell und dem, was sie unter Lebensqualität verstand, so viel mehr als die hektische, laute Hauptstadt.
Und jetzt das. Eine Leiche auf dem Weg zur Vorlesung.
Die Lust auf ein Frühstück war ihr gründlich vergangen und Seasons in the Sun war vergessen.
Oscar hatte sich schon abgewendet, um einen anderen Weg zur Universität zu nehmen. Doch dann zögerte sie. Wenn sie jetzt einfach gehen würde, würde sie sich in ihrer Phantasie alle möglichen schrecklichen Dinge vorstellen. Blutlachen, eine verstümmelte Leiche, was auch immer.
Viel besser wäre es, sie würde sich den Tatort - oder war es nur der Fundort der Leiche? - aus der Nähe ansehen. Die Realität konnte gar nicht so schlimm sein wie ihre Phantasie. Und wenn sie auch nur eine Chance haben wollte, sich nachher auf die Vorlesung zu konzentrieren, dann sollte sie jetzt besser nicht einfach gehen.
Immer noch zögerte sie. Was wenn sie unrecht hatte? Was, wenn sich das, was es dort in der Gasse zu sehen gab, als noch grauenhafter herausstellte, als die Bilder, die bereits vor ihrem inneren Auge aufgeblitzt waren?
Oscar ballte beide Hände zu Fäusten und drehte sich um. Sah das Blaulicht und die Schaulustigen. Sah Polizisten in Uniform und Personen in weißen Schutzanzügen.
Dann bahnte sie sich einen Weg durch die Menschenansammlung nach vorne, bis sie direkt am Absperrband stand.
Kein Blut, keine abgetrennten Körperteile oder verspritzte Gehirnmasse.
Die Leiche war bereits in einem schwarzen Leichensack auf eine Bahre geschnallt worden. Oscar sah nur noch, wie die Bahre in den Ambulanzwagen geschoben wurde und sich die Türen schlossen.
»Gehen Sie bitte weiter, hier gibt es nichts zu sehen«, forderte ein junger Polizist die Schaulustigen auf. Einige kamen seiner Aufforderung sofort nach, andere glotzten mit morbider Faszination dem Krankenwagen hinterher, der sich gerade in Bewegung setzte.
Oscar dachte, einen dunklen Fleck auf den Pflastersteinen zu sehen. War das Blut? Oder bildete sie sich das nur ein? Nach einem letzten Blick schloss sie sich den anderen Schaulustigen an und ging langsam die Haaggasse entlang.


Weiterlesen? Flammenmund ist exklusiv bei amazon erhältlich (auch im Kindle Unlimited-Abo): https://www.amazon.de/dp/B01J08S0DG

Montag, 25. Juli 2016


Schon wieder Montag, heute für mich ein ganz besonderer Montag, weil heute mein Thriller Flammenmund erschienen ist. Aber trotzdem nehme ich mir natürlich Zeit für Buchfresserchens Montagsfrage, die diese Woche lautet:

Hat sich dein Leseverhalten durch die fortschreitende Digitalisierung verändert?

Ja, hat es eindeutig! Nicht nur, dass ich mehr und mehr eBooks lese, mir geht es tatsächlich auch ein wenig wie Svenja, dass ich bei allem Lesbaren, das nicht unter die Rubrik "Buch" fällt, ziemlich ungeduldig bin und es oft nur flüchtig lese bzw. überfliege und dann nur die Stellen, die ich wirklich interessant finde, richtig lese.
Bei Büchern (egal ob gedruckt oder digital) mache ich das aber nicht!

Wie geht es euch? Lest ihr noch wie früher? Oder könnt ihr euch an "undigitalisierte" Zeiten schon gar nicht mehr erinnern?

Montag, 18. Juli 2016

Montagsfrage im Club


Heute fällt meine Antwort auf Buchfresserchens Montagsfrage extrem kurz aus:

Bist du in einem Buchclub?

Nein.

Allerdings geht's mir ähnlich wie Svenja: Wäre eigentlich etwas, was ich nicht schlecht fände.

Online bin ich auch nicht direkt in einem Buchclub, aber immerhin bin ich bei Goodreads angemeldet. (Zu finden unter https://www.goodreads.com/Poriomaniacs, falls mir jemand eine Freundschaftsanfrage schicken möchte.)
Und ihr? Trefft ihr euch regelmäßig mit Freunden/Bekannten, um Bücher zu besprechen? Oder seid ihr bei Goodreads?

Montag, 11. Juli 2016

Kriminelle Montagsfrage


Die heutige Montagsfrage von Buchfresserchen ist natürlich ganz meine Kragenweite:

Wenn du einen Krimi/Thriller o. ä. liest, machst du dir selbst Gedanken darüber, wer der Mörder/Täter ist, oder lässt du dich prinzipiell vom Autor überraschen?

Natürlich mache ich mir meine eigenen Gedanken, ich kann gar nicht anders!

Und auch wenn ich mir wahnsinnig clever vorkomme, wenn ich die Lösung selbst herausfinde: Zu einfach darf der Autor es mir auf keinen Fall machen!

Andersherum darf die Auflösung aber auch nicht zu verquast und krampfhaft konstruiert sein, halbwegs glaubhaft und logisch soll das Ganze schon sein.

Lasst ihr euch überraschen oder rätselt ihr selbst mit?


Montag, 4. Juli 2016

Montagsfrage auf Probe



Buchfresserchens Montagsfrage diese Woche lautet:

Liest du auch Leseproben, um zu entscheiden, ob du ein Buch liest oder entscheiden nur Titel und Klappentext?

Ja. Wobei ich bei Autoren, die ich schon kenne und mag, noch nicht mal auf Cover, Titel oder Klappentext schaue, da wird aus Prinzip zugeschlagen.

Bei mir noch unbekannten Autoren sieht das anders aus. Da zieht mich natürlich zuerst das Cover an, auch wenn ich weiß, dass man ein Buch nicht nach seinem Umschlag beurteilen sollte, aber das ist halt nun mal das Erste, was man zu sehen bekommt. Und wenn der erste Eindruck nicht passt, wird’s schwierig …

Klappentexte lese ich generell nicht vorab, weil die mir oft zu ungenau sind und manchmal sogar Spoiler enthalten. Da ich aber ganz und gar unvoreingenommen an ein neues Buch herangehen will, lese ich den Klappentext - wenn überhaupt - immer erst hinterher.

Statt also nur anhand des Klappentextes zu beurteilen, ob ich ein Buch lesen will, lese ich den Anfang des Buches. Wenn mich die Geschichte sofort in ihren Bann zieht und mir auch der Schreibstil des Autors zusagt, kaufe bzw. leihe ich das Buch.

Bei eBooks lese ich dabei selten die gesamte Leseprobe, die ja ungefähr 10 % des Buches ausmacht, meistens kann ich meine Entscheidung für oder gegen das Buch viel früher treffen.

Wie entscheidet ihr euch für oder gegen die Lektüre eines Buches? Lest ihr auch erst rein oder schlagt ihr auch schon zu, wenn euch z. B. nur das Cover gefällt?

Freitag, 1. Juli 2016

Rezension und Verlosung: Jo Nesbø - Blood on Snow - Der Auftrag



»Als ich am fünften Tag aufwachte, hatte ich einen Entschluss gefasst. Ich wollte auf Nebenstraßen ins Ungewisse fahren.«

Olavs Auftrag: Er soll die Ehefrau seines Chefs »expedieren«, da sie einen Liebhaber hat. Doch Olav ist so fasziniert von der Frau, dass er eigenmächtig seinen Auftrag abändert. Als er merkt, was er dadurch angerichtet hat, versucht er alles, um ungeschoren aus dieser Sache wieder herauszukommen.

Jo Nesbø erzählt in bewährter Weise die Geschichte des aufsässigen Auftragskillers Olav, der plötzlich und unerwartet die große Liebe findet.

Einen wichtigen Unterschied zu Nesbøs Harry-Hole-Krimis gibt es allerdings: Der Auftrag ist sehr viel kürzer! Entsprechend rasant schreitet die Story voran. Vielleser dürften diesen Kurzthriller an einem Urlaubstag ausgelesen haben. Wer sich gerne tagelang in ein und dasselbe Buch vertieft, könnte Der Auftrag enttäuschend finden.

Ohne spoilern zu wollen: Besonders gut gefiel mir der fiese Doppeltwist am Ende.

BUCHVERLOSUNG

Ich verlose ein Exemplar des Taschenbuches von Blood on Snow - Der Auftrag. Alle, die sich ab heute (01. Juli 2016) bis zum 31. Juli 2016 (Mitternacht) für meinen Newsletter anmelden, nehmen an der Verlosung teil.

Hier geht's zur Anmeldung: KLICK

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Das Kleingedruckte: 
Natürlich ist bei dieser Verlosung der Rechtsweg ausgeschlossen und der Gewinn kann nicht bar ausgezahlt werden. Der Gewinner wird am 01. August 2016 ausgelost und per E-Mail benachrichtigt. Das Buch wird nach Mitteilung der Adresse des Gewinners per Post versandt. Mit der Teilnahme wird mein E-Mail-Newsletter abonniert, der aber nicht allzu häufig (zurzeit vierteljährlich) erscheint und über Neuerscheinungen, Gewinnspiele und ähnliches informiert. Natürlich kann der Newsletter jederzeit abbestellt werden. Die für das Gewinnspiel gemachten Angaben (Name und E-Mail-Adresse) werden nur für das Gewinnspiel und die Newsletter-Zusendung verwendet.

Tübingen: Letzte Recherchen für Flammenmund

Zu Beginn dieser Woche verbrachte ich drei wunderschöne aber anstrengende Tage in Tübingen, um ein paar letzte Einzelheiten für meinen fast fertigen Thriller Flammenmund zu recherchieren.

Dabei ging es vor allem darum, einige der Schauplätze zu besuchen. Mir war bereits vorher klar, dass ich mir dichterische Freiheiten herausnehmen müsste, aber das wollte ich ganz genau wissen.

Natürlich war meine Kamera dabei, weil ein Bild sagt ja bekanntlich mehr als 1000 Worte (oder in diesem Fall: hastig hingekritzelte Notizen).

Einige meiner Fotos habe ich mittlerweile bei Pinterest hochgeladen.

Jetzt brauche ich noch ein paar Tage, um mein Manuskript zu ergänzen, dann geht Flammenmund ins Lektorat.

Das Cover ist bereits in Arbeit und ich konnte mich vor großartigen Entwürfen kaum retten! Bis kommenden Montag habe ich noch eine Umfrage mit meinen Favoriten laufen. Falls ihr abstimmen möchtet, welches Cover euch ganz persönlich am besten gefällt, könnt ihr dies noch bis Montag Abend hier tun.

Montag, 27. Juni 2016

Verhältnismäßige Montagsfrage



Wieder eine für mich leicht zu beantwortende Montagsfrage von Buchfresserchen:

Wie ist bei dir das Verhältnis zwischen Fiktion und Non-Fiktion, wenn du dein Leseverhalten betrachtest?

Da ich eine Leseliste führe (seit meinem 19. Lebensjahr, damit ich nicht ungewollt ein Buch zwei Mal lese), reicht hier ein kurzer Blick auf eben diese Liste.

Dieses Jahr habe ich bis jetzt 62 Bücher gelesen, davon waren gerade einmal 15 Sachbücher, der Rest waren Romane.

Klare Größenverhältnisse also bei mir (nix mit 51,9 % zu 48,1 %).

Wie sieht’s bei euch aus? Lest ihr mehr Sachbücher? Aus gänzlich freien Stücken oder müsst ihr für Beruf/Studium viele Sachbücher lesen?

Montag, 20. Juni 2016

Poetische Montagsfrage



Die dieswöchige Montagsfrage von Buchfresserchen gefällt mir sehr gut:

Magst und liest du Gedichte/Gedichtbände?

Jein. Ich muss gestehen, ich habe schon ewig keine Gedichte mehr gelesen. Das war aber nicht immer so und ich habe auch etliche Gedichtbände im Regal stehen.

Darunter sind so ziemlich sämtliche Gedichte, die Jean Cocteau je verfasst hat, Rimbauds Eine Zeit in der Hölle, ein Band mit surrealistischen Gedichten (wobei ich gestehen muss, dass ich davon nicht allzu viele gelesen habe) und natürlich auch Oscar Wildes Ballad of Reading Gaol. Nicht zu vergessen Schillers Balladen und Shakespeares Sonnette …

Aber ich glaube, das war’s dann auch schon … Allzu bewandert bin ich im Bereich der Poesie also nicht, muss ich vielleicht nochmal ändern. 

Lest ihr gerne Gedichte? Habt ihr Tipps für mich? Immer her damit!

Donnerstag, 16. Juni 2016

Lieblingsbuchläden: Travelling Through in London


Passend zum Namen befindet sich der Buchladen Travelling Through in unmittelbarer Nähe der Waterloo Station. Ich entdeckte Travelling Through nur zufällig, als ich eine Vorstellung im Theater The Vaults besuchte. Da ich zu früh da war, erkundete ich noch ein wenig die Umgebung und fand diesen hübschen kleinen Buchladen in Lower Marsh.

Travelling Through wurde im Oktober 2014 eröffnet und verkauft seitdem nicht nur Bücher mit Schwerpunkt auf dem Thema Reisen, sondern stellt den Laden auch regelmäßig für Veranstaltungen und private Feiern zur Verfügung. Außerdem werden Kaffee und Kuchen angeboten, sodass man ganz entspannt sofort in seinen Neuerwerbungen schmökern kann.

Bei den angebotenen Büchern handelt es sich nicht nur um Reiseführer und ähnliches, sondern auch Romane, die in fernen Ländern spielen und so das Fernweh zumindest durch Lektüre ein wenig lindern - oder noch stärker anfachen?

Wer sich an Waterloo Station aufhält und noch nach Lesestoff für die nächste Zugfahrt sucht, bei Foyles oder WH Smith aber nicht fündig wird, sollte unbedingt den kurzen Fußweg zu Travelling Through unternehmen.


http://www.travellingthrough.co.uk/

Montag, 13. Juni 2016

Notierte Montagsfrage


Die heutige Montagsfrage von Buchfresserchen finde ich sehr interessant:

Machen Lesespuren im Buch (Annotationen, Unterstreichungen, Besitzvermerke) ein Buch für dich wertvoller oder mindern sie den Wert?

Die einzigen Bücher, in die ich hineinschreibe, sind Sachbücher, die ich für die Arbeit brauche. Und selbst da kritzle ich nicht wild drauflos, sondern mache alle Unterstreichungen nur mit Bleistift (meistens sogar mit Lineal). Randbemerkungen oder andere Notizen schreibe ich in der Regel nicht ins Buch, sondern auf ein Post-it, das ich dann einklebe.

Bücher, die ich zum Vergnügen lese, behandele ich teilweise so extrem sorgfältig, dass sie nach dem Lesen noch aussehen wie neu.
Wenn ich in einem Büchereibuch irgendwelche »Lesespuren« finde (vor allem auch in Form dubioser Flecken, bei denen man sich fragt, ist das Spaghettisauce oder doch Blut), rege ich mich ehrlich gesagt ziemlich auf, weil ich finde, dass man so mit fremdem Eigentum einfach nicht umgeht.

Bei Büchern, die ich aus meinem heißgeliebten offenen Bücherschrank ziehe, stören mich aber z. B. Widmungen vorne im Buch (die finde ich sogar richtig spannend!) oder Besitzvermerke gar nicht. Auch mit einzelnen Anmerkungen im Text kann ich da gut leben. Diese Bücher behalte ich ja auch in der Regel nicht, sondern gebe sie nach dem Lesen wieder weiter.

Was natürlich immer ekelhaft ist und bei mir auch dazu führt, dass ich ein Buch nicht lesen/mitnehmen würde, sind die oben erwähnten dubiosen Flecken …

Wie sieht’s mit eurer Meinung zu diesem Thema aus? Findet ihr »Lesespuren« ganz furchtbar, sind sie euch egal oder hinterlasst ihr sogar selbst welche?

Donnerstag, 9. Juni 2016

Rezension und Buchverlosung: Still von Zoran Drvenkar



Still ist so ein Buch, über das ich eigentlich am liebsten gar keine Rezension schreiben würde. Aus dem schlichten Grunde, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Eine Zusammenfassung würde zu viel verraten, ebenso kann ich nicht erwähnen, was mir an Still besonders gut oder weniger gut gefallen hat, weil auch das würde zu Spoilern führen.

Also nur ganz kurz: Still ist ein Thriller von der Sorte, der bei mir Beklemmungen auslöst, weil vieles einfach zu gut nachvollziehbar ist, sodass für mich beim Lesen tatsächlich Realität und Fiktion verschwimmen.

Herausragend finde ich, wie Drvenkar mit Sprache umgeht, auch die drei ungewöhnlichen Erzählperspektiven, Sie (3. Person Plural, wohlgemerkt!), Du und Ich trugen für mich zu einem ganz außergewöhnlichen Leseerlebnis bei.

Gestört hat mich nur eine Kleinigkeit am Plot (wie so oft, wenn ich etwas zu mäkeln habe, ging es auch bei Still um das Thema »Motivation«), aber darüber konnte ich ziemlich locker hinwegsehen.

Kurz dachte ich auch, dass das Ende nicht nach meinem Geschmack ausfallen könnte, doch dann kam der letzte Abschnitt … und den fand ich einfach nur genial.

Wenn ich Sterne vergeben würde, bekäme Still ganz klar 10 von 5. Für mich das bisher beste Buch meines persönlichen Lesejahres 2016.

BUCHVERLOSUNG

Ich verlose ein Exemplar des Taschenbuches von Still (Achtung, es handelt sich um mein eigenes Exemplar, das jedoch nur ein Mal gelesen und dabei pfleglich behandelt wurde!) sowie einen Block mit 12 Lesezeichen (6 verschiedene Motive). Alle, die sich ab heute (09. Juni 2016) bis zum 22. Juni 2016 (Mitternacht) für meinen Newsletter anmelden, nehmen an der Verlosung teil.

Hier geht's zur Anmeldung: KLICK

Du hast dich schon längst für meinen Newsletter eingetragen, willst aber trotzdem mitmachen? Dann sende bitte eine E-Mail mit dem Betreff „Verlosung: Still“ an [poriomaniacs AT 2diefor DOT com]


Das Kleingedruckte: 
Natürlich ist bei dieser Verlosung der Rechtsweg ausgeschlossen und der Gewinn kann nicht bar ausgezahlt werden. Der Gewinner wird am 23. Juni 2016 ausgelost und per E-Mail benachrichtigt. Das Buch wird nach Mitteilung der Adresse des Gewinners per Post versandt. Mit der Teilnahme wird mein E-Mail-Newsletter abonniert, der aber nicht allzu häufig (zurzeit vierteljährlich) erscheint und über Neuerscheinungen, Gewinnspiele und ähnliches informiert. Natürlich kann der Newsletter jederzeit abbestellt werden. Die für das Gewinnspiel gemachten Angaben (Name und E-Mail-Adresse) werden nur für das Gewinnspiel und die Newsletter-Zusendung verwendet.

Mittwoch, 8. Juni 2016

Montagsfrage im Urlaub



Da stammt die dieswöchige Montagsfrage auf Buchfresserchens Blog von mir und ausgerechnet diese Woche bin ich so im Stress, dass ich erst am Mittwoch Abend zum Beantworten komme … 

Seid ihr im Urlaub auch immer auf der Suche nach besonders schönen oder interessanten Buchläden?

Meine Antwort lautet natürlich JA! Und dass diese Antwort so spät kommt, liegt daran, dass ich in London war. Dort besuchte ich zwar nur einen Buchladen (den ich nicht so besonders fand), hatte aber leider keine Zeit zum Bloggen.

Die schönsten Buchläden, die ich auf meinen Reisen bisher gefunden habe, stelle ich ja hier auf meinem Blog in meiner laufenden Reihe »Lieblingsbuchläden« vor. Der bisher schönste für mich ganz persönlich ist El Ateneo Grand Splendid in Buenos Aires. Dieser Buchladen ist in einem ehemaligen Theater untergebracht. In den früheren Logen befinden sich jetzt Sessel, so dass man dort vor dem Kauf in interessanten Büchern schmökern kann. Und auf der Bühne ist jetzt ein Café.

Der wohl ungewöhnlichste meiner Lieblingsbuchläden ist Londons Word on the Water - ein Buchladen auf einem Hausboot. Leider haben die Besitzer bis jetzt immer noch keinen festen Anlegeplatz erhalten, aber auf ihrer Facebook-Seite kann man immer den aktuellen Standort herausfinden.

Wie geht es euch? Könnt ihr im Urlaub an Buchläden vorbeigehen? Oder ziehen euch auch Buchläden in Ländern, in denen ihr die Sprache gar nicht könnt, magisch an?

Montag, 30. Mai 2016

Klassische Montagsfrage


Ich fürchte, meine heutige Montagsantwort wird ziemlich langweilig. Buchfresserchen will nämlich wissen:

Falls ihr Klassiker lest, habt ihr (einen) besondere(n) Favoriten und wenn ja warum?

Und da komme ich natürlich mal wieder mit Oscar Wildes The Picture of Dorian Gray und mit Jean Cocteaus Les Enfants Terribles an … Beide wurden auf meinem Blog im Rahmen der Montagsfrage schon mehrfach erwähnt. Tut mir echt leid, aber das sind eben die beiden Klassiker, die ich immer wieder lese.

Zu erwähnen wären da aber noch meine Vorlieben für Schiller und Shakespeare, nur habe ich bei denen kein EINES Buch bzw. Stück, das ich immer wieder lese, da verteilt sich meine Aufmerksamkeit ein wenig besser.

Da ich mir aber bald im Globe Theatre in London A Midsummer Night’s Dream ansehen werde, könnte es sein, dass ich das demnächst noch einmal lesen werde.

Wie seht ihr das mit den Klassikern? Gibt es welche, die ihr mögt oder habt ihr’s lieber "modern"?

Samstag, 28. Mai 2016

John Irving Lesung - Straße der Wunder im Residenztheater


Nach dreieinhalb Jahren kam John Irving auf Lesereise wieder in München vorbei. Im Gepäck hatte er sein neuestes Werk Straße der Wunder. Zum Glück hatte ich dieses Buch vor der Lesung schon ausgelesen, weil mit Spoilern sparte der Moderator des Abends nicht gerade. Aber das wäre auch schon die einzige Kleinigkeit, die ich an diesem Abend negativ fand.

Zuerst lasen Irving selbst und der zum Ensemble des Residenztheaters gehörende Schauspieler Michele Cuciuffo abwechselnd aus Straße der Wunder. Diesen Teil des Abends finde ich ja immer nicht so aufregend, da könnte ich mir auch ein Hörbuch kaufen (und Hörbücher mag ich ja bekanntlich nicht so gerne).

Aber dafür war das anschließende Gespräch umso interessanter. Ich kam mit dem Mitschreiben kaum nach und wünschte mir mehrfach, ich hätte ein Aufnahmegerät mitgenommen!

Die erste zitierenswerte Feststellung des Abends war, dass es in einem Roman keine unwichtigen Details gebe, die seien alle wichtig.

Direkt anschließend ließ Mr. Irving sich im Detail darüber aus, dass er mit seinen Büchern in gewissem Sinne schockieren wolle. Er versucht in seinen Romanen immer, dass seinen Protagonisten etwas zustößt, von dem er auf keinen Fall will, dass es ihm selbst oder seiner Familie zustößt. Und selbst dann will er meistens noch einen Schritt weiter gehen.

Wenn er mit dem Schreiben eines neuen Romanes beginnt, weiß er ganz genau, wie dieser enden wird. Bevor er das Ende und die Stimme seines Protagonisten nicht kennt, fängt er nicht mit dem Schreiben an. Er weiß immer ganz genau, auf welches Ziel er hinschreibt.

Interessanterweise begann Avenue of Mysteries als Drehbuch und das schon vor zwanzig Jahren. Im geplanten Film sollte es nur um Juan Diegos Geschichte als Vierzehnjähriger im Jahre 1970 gehen. Als John Irving sich entschloss, aus dem Drehbuch einen Roman zu machen, fügte er die Ebene der Gegenwart hinzu, sodass wir jetzt auch Juan Diego in mittleren Jahren erleben.

Irving ist der Meinung, dass Filme und Theaterstücke am besten funktionieren, wenn in ihnen nicht allzu viel Zeit vergeht - das Gegenteil sei jedoch bei Romanen der Fall. Und so erstreckt sich Juan Diegos Geschichte in Romanform jetzt über 40 Jahre.
Als eine Besonderheit fast aller seiner Romane sieht Irving, dass im Zentrum ein Ereignis steht, dass seinen Protagonisten in jungen Jahren fürs Leben prägt. So ein Ereignis gebe es in 13 seiner bisher 14 Romane.

Dessen war ich mir natürlich gar nicht bewusst! In Gedanken gehe ich seit gestern Abend alle Irving-Bücher durch, aber mir fallen diese »life-changing and life-lasting moments« wirklich nur noch für Last Night in Twisted River, Owen Meany und Widow for One Year ein … Da steht wohl in einigen Fällen ganz dringend ein erneutes Lesen an!

Freitag, 27. Mai 2016

Rezension und Buchverlosung: Gedenke mein von Inge Löhnig


Normalerweise ermittelt in den Krimis von Inge Löhnig ja Kommissar Dühnfort, in Gedenke mein hat er jedoch nur eine Nebenrolle. Protagonistin ist stattdessen seine Lebensgefährtin Gina Angelucci, die in der Abteilung für Cold Cases arbeitet.

Eigentlich will Gina mit dem Fall der vor zehn Jahren von ihrem Vater entführten und mutmaßlich ermordeten Marie nichts zu tun haben. Doch dann geht ihr nicht nur das Schicksal der verzweifelten Mutter Petra, die fest davon überzeugt ist, dass ihre Tochter noch lebt, nahe, sondern ihre Neugier wird geweckt. Als sie dann auch noch entdeckt, dass die ursprünglichen Ermittler ihrer Arbeit nicht allzu gewissenhaft nachgegangen sind, wendet sie einen Trick an, um den Fall übertragen zu bekommen.

Der »Perspektivwechsel« von Dühnfort zu Gina hat mir sehr gut gefallen. Ich habe zwar bis jetzt nur zwei der Dühnfort-Krimis gelesen, aber Ginas »weibliche Sicht auf die Dinge« fand ich sehr erfrischend. Dazu kam dann noch, dass Gina schwanger ist, dies aber zu Beginn des Buches noch nicht allen Kollegen mitteilen möchte. Insgesamt fand ich das Privatleben von Gina und Dühnfort sehr gut in den Fall integriert, es wurde nicht zu sehr in den Vordergrund gestellt, sondern ergänzte die Story sehr sinnvoll.

Der Fall selbst kam für meinen Geschmack ein wenig zu langsam in Fahrt. Aber nach knapp einem Drittel entwickelt Gina eine vielversprechende Theorie und die Story wurde richtig interessant und spannend. Einzig die Motivation des Täters hätte für mich gerne ein wenig deutlicher herausgearbeitet werden können, aber das ist ja einer der Punkte, bei denen ich besonders heikel bin.
Dafür gab es aber noch eine Kleinigkeit am Rande, über die ich 
mich sehr freute: Petra geht in ihrer Mittagspause bei Hans im Glück essen, einer meiner absoluten Lieblingsrestaurantketten.

BUCHVERLOSUNG

Ich verlose nach Wahl ein Exemplar des Taschenbuches oder des eBooks von Gedenke mein. Alle, die sich ab heute (27. Mai 2016) bis zum 08. Juni 2016 (Mitternacht) für meinen Newsletter anmelden, nehmen an der Verlosung teil.

Hier geht's zur Anmeldung: KLICK

Du hast dich schon längst für meinen Newsletter eingetragen, willst aber trotzdem mitmachen? Dann sende bitte eine E-Mail mit dem Betreff „Verlosung: Gedenke mein“ an [poriomaniacs AT 2diefor DOT com]


Das Kleingedruckte: 
Natürlich ist bei dieser Verlosung der Rechtsweg ausgeschlossen und der Gewinn kann nicht bar ausgezahlt werden. Der Gewinner wird am 09. Juni 2016 ausgelost und per E-Mail benachrichtigt. Das Buch wird nach Mitteilung der Adresse des Gewinners per Post versandt. Mit der Teilnahme wird mein E-Mail-Newsletter abonniert, der aber nicht allzu häufig (zurzeit vierteljährlich) erscheint und über Neuerscheinungen, Gewinnspiele und ähnliches informiert. Natürlich kann der Newsletter jederzeit abbestellt werden. Die für das Gewinnspiel gemachten Angaben (Name und E-Mail-Adresse) werden nur für das Gewinnspiel und die Newsletter-Zusendung verwendet.

Montag, 23. Mai 2016

Verträumte Montagsfrage


Heute stellte Buchfresserchen eine sehr ungewöhnliche Montagsfrage:

Hast du schon einmal von einem Buch oder dessen Inhalt geträumt?

Falls mir das schon einmal passiert ist, ist es zu lange her, als dass ich mich noch daran erinnern könnte.

Allerdings ist mir vor ein paar Wochen etwas ähnliches passiert: Ich war im Theater und bildete anschließend in meinen Träumen zwar nicht das Musical selbst nach, aber meine Träume waren im gleichen Stil. Schwer zu erklären, wenn man das Stück nicht kennt, aber die »Choreographie« und Ausdrucksweise war in meinem Traum ganz ähnlich … und Musik kam sicher auch vor (daran erinnere ich mich allerdings nicht mehr so genau).

Das Musical, das meine Träume inspirierte, war übrigens die Buskers Opera, über die ich erst letzte Woche hier schon etwas geschrieben hatte …

Und wie ergeht es euch so mit euren Träumen? Vielleicht habt ihr ja schon mal von den Protagonisten aus euren Lieblingsbüchern geträumt?

Donnerstag, 19. Mai 2016

Inspiration - Wer suchet, der findet

Es gibt ein Zitat von Benjamin Franklin, das lautet »Schreibe Dinge, die sich zu lesen lohnen, oder tu Dinge, über die es sich zu schreiben lohnt.«

Das könnte man auch so interpretieren, dass man interessante Dinge tun sollte, die dann als Inspiration für das Schreiben dienen. Das ist jedenfalls meine ganz persönliche Auffassung.

Also achte ich darauf, dass ich mich regelmäßig weg vom Schreibtisch bewege und meinen Kopf gründlich durchlüfte. Das kann »im Kleinen« geschehen, dann mache ich nur einen Spaziergang im nächstgelegenen Park oder setzte mich in ein Straßencafé und beobachte eine Weile die Leute.

So oft wie möglich gehe ich auch in Ausstellungen, ins Theater und in Konzerte. Dabei geht es mir nicht so sehr darum, etwas zu erfahren oder zu lernen, das ich unmittelbar in mein aktuelles Schreibprojekt einarbeite, sondern darum, ganz generell meinen Horizont zu erweitern.

Und wer weiß, vielleicht schreibe ich ja eines Tages einen Protagonisten, der sich für Mode interessiert oder in diesem Bereich arbeitet - und schon hat sich der Besuch der Jean Paul Gaultier-Ausstellung bezahlt gemacht.

Außerdem geht es mir auch oft so, dass die Veranstaltung, die ich besuche, so mitreißend in ihrer Kreativität ist, dass ich anschließend so beschwingt bin, dass ich sofort selbst kreativ tätig werden will.

So ging es mir zum Beispiel vor ein paar Wochen, nachdem ich im Londoner Park Theatre ein neues Musical mit dem Titel The Buskers Opera gesehen hatte. Die Themen des Stückes haben rein gar nichts mit dem zu tun, was ich zurzeit schreibe (und ich werde höchstwahrscheinlich auch nie etwas schreiben, was in diese Richtung geht). Auch werde ich keinen meiner aktuellen oder zukünftigen Protagonisten in einem meiner Bücher in dieses Musical gehen oder daraus zitieren lassen oder ähnliches.

Aber die Songs, die cleveren gereimten Dialoge und ganz generell der Witz und die Intelligenz von The Buskers Opera sind so umwerfend und so mitreißend, dass ich nach dem Besuch jeder Vorstellung (ja, ich war schon in mehreren Vorstellungen und habe noch ein paar weitere Tickets gebucht) total inspiriert bin und selbst auch etwas Kreatives erschaffen will.

Das wird dann bei mir zwar kein Song (und nein, meine Dialoge werde ich nie in Reimform verfassen, dazu fehlt mir wirklich jegliches Talent) und auch kein Theaterstück, sondern die nächste Szene oder das nächste Kapitel in meinem aktuellen Roman. 

Und auch wenn ich mich sicherlich nie direkt auf The Buskers Opera beziehen werde, so hat sie mir doch eine neue Perspektive auf gewisse Dinge eröffnet, und wer weiß: Vielleicht macht sich das eines Tages auch in einem meiner Bücher bemerkbar.



The Buskers Opera läuft noch bis zum 04. Juni 2016 im Park Theatre in Finsbury Park, London. Wer sich in diesem Zeitraum in der Nähe befindet: Unbedingt reingehen!

Weitere Infos auf der Website des Theaters: 
https://www.parktheatre.co.uk/whats-on/the-buskers-opera
oder auf Twitter: @TheBuskersOpera