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Mittwoch, 10. Januar 2018

Coming Soon: Flammenwesen - mein 2. Tübingen-Thriller


Am 17. Januar erscheint mein 2. Tübingen-Thriller Flammenwesen. Im Nachfolgeband von Flammenmund gibt es natürlich ein Wiedersehen mit Oscar und einigen ihrer Freunde ...



Nur noch eine Woche bis zum Veröffentlichungstermin. Um die Wartezeit zu verkürzen, hier schon einmal der Prolog:

Flammen zuckten vor ihm durch die Dunkelheit.
Er stolperte, streckte eine Hand aus, abwehrend.
Die Flammen tanzten, schienen ihn zu verhöhnen.
Er wollte die Augen schließen, doch sein Körper gehorchte ihm nicht mehr. Er blinzelte.
Die Flammen teilten sich und enthüllten ein Wesen, das sich direkt aus dem Schlund der Hölle manifestiert hatte.
Das Wesen riss das Maul auf, zeigte scharfe Fangzähne, von denen Geifer tropfte.
Die Flammen loderten grell auf.
Er keuchte, nahm seine ganze Willenskraft zusammen, drehte sich um und rannte los.
Er konnte den Asphalt unter seinen Füßen sehen, doch er schien kaum voranzukommen.
Hinter sich spürte er die Flammen, fühlte das Höllenmonster näher kommen. Immer näher.
Verzweifelt mobilisierte er all seine Kraftreserven. Sein Atem rasselte, seine Brust schmerzte. Sein Rücken brannte. Heißer Schweiß lief ihm über die Stirn in die Augen, machte ihn fast blind. Es kostete ihn schier unmenschliche Anstrengung, die Hand zu heben und damit über seine Augen zu wischen.
Hinter ihm ertönte ein aggressives Zischen, ein Geräusch, das nicht von dieser Welt war.
Er fühlte den heißen Atem der widerwärtigen Kreatur im Nacken. Er meinte, Schwefel zu riechen. Seine Lunge brannte vor Anstrengung. Lange würde er nicht mehr durchhalten.
Da sah er einen silbrigen Schimmer vor sich. Träge floss das dunkle Band hinter den Bäumen dahin, sanft beschienen vom Mondlicht.
Wasser! Wasser war das Einzige, was ihn vor dem Höllendämon, der ihm auf den Fersen war, retten konnte.
Er zerrte an seiner Jacke, seinem Hemd, geriet wieder ins Stolpern, fing sich jedoch schnell wieder. Streifte die Schuhe von den Füßen, lief barfuß weiter.
Er rannte schneller und stürzte sich ohne Zögern in den Fluss.
Das Wasser kühlte seinen Rücken, seinen Nacken, seine Stirn, seinen ganzen Körper.
Befreit riss er den Mund in einem stillen Schrei auf.
Die Strömung trug ihn sanft aber bestimmt fort von dem flammenden Dämon.
Für einen Moment breitete sich Erleichterung in ihm aus. Dann traf ihn die Kälte des Wassers bis ins Mark.
Er verlor das Bewusstsein.

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